Körperschall
Physikalisches Phänomen der Schallausbreitung in Festkörpern und dessen Relevanz für den Schallschutz in Küchen.

Körperschall in der Küchenplanung
Körperschall bezeichnet Schallwellen, die sich in Festkörpern (wie Wänden, Böden oder Küchenmöbeln) ausbreiten. Im Gegensatz zum Luftschall (Stimmen, Musik) wird Körperschall durch mechanische Anregung – wie das Hacken auf einer Arbeitsplatte oder die Vibration eines Kompressors – erzeugt.
Warum Körperschall in Luxusküchen ein Problem ist
In modernen Architekturhäusern mit harten Materialien (Naturstein, Beton, Glas) wirkt die Gebäudestruktur oft wie ein gewaltiger Resonanzkörper. Ohne fachgerechte Entkopplung hört der Nachbar in der Wohnung darunter jeden Schritt und jede mechanische Tätigkeit in der Küche.
Massnahmen zur Entkopplung
Um die strengen Anforderungen der SIA 181 (Schallschutz im Hochbau) zu erfüllen, setzen wir im High-End Bereich auf folgende Techniken:
- Akustische Entkopplung von Inseln: Schwere Kochinseln werden auf speziellen Elastomer-Matten (z.B. Sylomer) gelagert, damit keine Schwingungen in den Unterlagsboden gelangen.
- Geräte-Dämmung: Geschirrspüler und Weinklimaschränke werden mit Schwingungsdämpfern am Korpus befestigt.
- Leitungsisolierung: Abwasserrohre werden mit schweren Gummimanschetten ummantelt, um das Fliessgeräusch (Körperschallanregung der Fallrohre) zu eliminieren.
[!NOTE] Die Reduktion von Körperschall ist ein wesentlicher Bestandteil des Silent Luxury Erlebnisses. Es geht nicht nur darum, was man hört, sondern vor allem darum, was man nicht spürt.
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Häufige Fragen zu Körperschall
Wie verhindere ich Schallübertragung bei offenen Wohnküchen (SIA 181)?
Wir planen nach der Norm SIA 181. Dies umfasst die körperschallisolierte Montage von Abwasserleitungen und Geräten sowie die Wahl von flüsterleisen Dunstabzügen (z.B. Falmec NRS). Bei Stein-Arbeitsplatten nutzen wir spezielle Entkopplungsstreifen zur Unterkonstruktion, um die Übertragung von Schlaggeräuschen in angrenzende Räume zu minimieren.