Definition

Pyrolyse (Selbstreinigung)

Was ist Pyrolyse?

Die Pyrolyse ist die effektivste Form der automatischen Selbstreinigung bei modernen Backöfen. Der Begriff stammt aus dem Griechischen (pyr = Feuer, lysis = Auflösung) und beschreibt exakt, was im Inneren des Geräts passiert: Schmutz wird durch extreme Hitze thermisch zersetzt.

Wie funktioniert die Pyrolyse?

Wenn das Pyrolyse-Programm gestartet wird, verriegelt sich die Backofentür aus Sicherheitsgründen automatisch. Anschliessend heizt sich der Innenraum auf rund 480 bis 500 °C auf.

Bei diesen extremen Temperaturen verbrennen sämtliche Bratrückstände, Fettspritzer und eingebackene Speisereste restlos. Zurück bleibt lediglich ein feines Häufchen weisse Asche auf dem Boden des Backofens. Nach dem Abkühlen und Entriegeln der Tür kann diese Asche einfach mit einem feuchten Tuch weggewischt werden. Chemische Backofenreiniger gehören damit der Vergangenheit an.

Vorteile und Nachteile

  • Vorteile: Perfekte Sauberkeit ohne Schrubben und ohne den Einsatz aggressiver und umweltschädlicher Chemie. Selbst schwer zugängliche Ecken werden restlos sauber.
  • Nachteile: Der Prozess benötigt relativ viel Strom (ca. 3 bis 5 kWh pro Vorgang). Ausserdem kann es während der Reinigung zu einer leichten Geruchs- und Rauchentwicklung kommen, weshalb eine gute Raumentlüftung (Dampfabzug) empfohlen wird.

Alternativen: Katalyse und Hydrolyse

Wer auf Pyrolyse verzichten möchte, trifft oft auf zwei andere Systeme:

  • Katalyse: Die Wände des Ofens sind mit einer rauen, mikroporösen Emaille beschichtet, die Fett bereits während des normalen Backens bei ca. 200°C zersetzt.
  • Hydrolyse: (z.B. EasyClean). Hierbei wird Wasser mit etwas Spülmittel auf den Boden gegeben. Das System verdampft das Wasser, weicht den Schmutz auf, und man muss danach manuell nachwischen.

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