Integrierte Dunstabzüge im Oberschrank: Unsichtbare Flachschirmhauben der Extraklasse
Die moderne Küchenarchitektur strebt nach einem Ideal: vollendete Ästhetik ohne funktionale Kompromisse. Nichts stört das puristische Bild einer makellosen Zeile aus hochglanzlackierten oder matten Oberschränken mehr als ein herkömmlicher Dunstabzug, der sich wie ein Fremdkörper in die Komposition drängt. Die Lösung für diesen architektonischen Konflikt liegt in einer Meisterleistung der Ingenieurskunst: der Flachschirmhaube, die unsichtbar im Oberschrank integriert wird. Diese Geräte, angeführt von Spezialisten wie Berbel und Novy, sind weit mehr als nur eine Verkleidung. Sie sind das Ergebnis jahrelanger Forschung in der Strömungsmechanik und Akustik, verpackt in ein Gehäuse, das buchstäblich im Möbel verschwindet.
Für den anspruchsvollen Bauherrn und den planenden Architekten, der nach den Prinzipien der SIA 102 handelt, ist diese Technologie ein Gamechanger. Sie erlaubt es, die Küche als integralen Bestandteil des Wohnraums zu gestalten, ohne dass technische Notwendigkeiten das Design dominieren. In diesem Beitrag tauchen wir tief in die physikalischen, normativen und planerischen Aspekte dieser unsichtbaren Extraklasse ein. Wir beleuchten, warum ein ausziehbarer Schirm, der erst bei Bedarf aus dem Unterseite des Oberschranks gleitet, nicht nur ein optisches, sondern auch ein leistungstechnisches Wunderwerk darstellt.
1. Die Physik der Unsichtbarkeit: Wie Flachschirmhauben arbeiten
Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Wand- oder Inselhauben liegt in der Bauhöhe und der Strömungsführung. Während klassische Hauben einen tiefen Trichter oder eine grosse, flache Fläche benötigen, um den aufsteigenden Kochdunst einzufangen, arbeiten Flachschirmhauben nach einem anderen Prinzip. Sie nutzen den Bernoulli-Effekt und eine gezielte Luftführung, um die aufsteigende Thermik zu verstärken und effizient abzusaugen.
Das Prinzip der induzierten Strömung
Stellen Sie sich vor: Der Schirm der Haube ist nur wenige Zentimeter dick und liegt bündig mit der Unterseite des Oberschranks. Wird das Gerät eingeschaltet, fährt ein flacher Schirm aus, der oft nur 30 bis 50 Millimeter hoch ist. In diesem Schirm befindet sich ein leistungsstarkes Gebläse, das die Luft durch einen schmalen Schlitz entlang der Schirmkante ansaugt. Dies erzeugt einen Unterdruck, der die warme, aufsteigende Luft des Kochfeldes nicht nur passiv erfasst, sondern aktiv in den Schlitz hineinzieht.
Durch die schmale, linienförmige Absaugung entsteht ein Luftvorhang, der den Dampf seitlich umschliesst und nach oben in den Schirm leitet. Dies ist physikalisch deutlich effizienter als die flächige Absaugung einer herkömmlichen Haube, da die Strömungsgeschwindigkeit im Schlitz extrem hoch ist. Die Hersteller sprechen hier von einer induzierten Strömung, die den natürlichen Auftrieb des Dampfes um ein Vielfaches verstärkt. Das Ergebnis: Selbst bei niedrigen Lüfterstufen wird eine hohe Erfassungsrate erzielt, und das bei minimaler Geräuschentwicklung.
"Die wahre Kunst liegt nicht darin, den Dampf abzusaugen, sondern ihn dorthin zu lenken, wo er unsichtbar wird. Ein Flachschirm, der im Oberschrank verschwindet, ist die höchste Form der Respektlosigkeit gegenüber der Technik – sie existiert, aber sie stört nicht." – Zitat eines leitenden Entwicklers bei Berbel.
Umluft oder Abluft: Die planerische Gretchenfrage
Die Entscheidung zwischen Umluft- und Abluftbetrieb ist bei integrierten Flachschirmhauben von zentraler Bedeutung. Aufgrund der flachen Bauweise sind die internen Luftkanäle extrem kurz und strömungsoptimiert. Dies macht sie zu hervorragenden Kandidaten für die Umlufttechnik, da der Druckverlust im Gerät selbst minimal ist.
- Abluftbetrieb: Die ideale Lösung für Neubauten oder umfassende Renovationen, bei denen ein eigener Abluftkanal nach SIA 180 (Wärmeschutz) geplant werden kann. Die Effizienz ist maximal, da keine Wärme oder Feuchtigkeit im Raum verbleibt. Der Luftkanal muss jedoch sorgfältig dimensioniert sein, um Strömungsgeräusche zu vermeiden.
- Umluftbetrieb: Die häufigere Wahl in Bestandsbauten oder bei Minergie-ECO-zertifizierten Gebäuden, wo die Lüftungsanlage nicht mit der Küchenabluft verbunden werden darf. Moderne Flachschirmhauben von Novy oder Berbel verfügen über hocheffiziente Aktivkohlefilter, die Gerüche nahezu vollständig neutralisieren. Die Fettabscheidung erfolgt über mehrlagige Edelstahlfilter, die in der Regel spülmaschinenfest sind.
Ein entscheidender Vorteil der Umluftvariante: Da die gereinigte Luft direkt an der Oberseite des Schranks wieder in den Raum abgegeben wird, entsteht kein Wärmeverlust, was besonders in gut gedämmten Minergie-Häusern ein grosses Plus ist. Die Planung muss jedoch die Filterwechselintervalle berücksichtigen, die je nach Kochverhalten zwischen 6 und 12 Monaten liegen.
2. Planung und Integration: Die Herausforderung im Oberschrank
Die Integration einer Flachschirmhaube ist kein Standardvorgang. Sie erfordert eine präzise Abstimmung zwischen Küchenplaner, Schreiner und Elektroinstallateur. Der Oberschrank wird zum Maschinenraum, der nicht nur das Gerät beherbergt, sondern auch die gesamte Luftführung und Elektrik.
Massliche Präzision nach SIA 118
Die Abnahme eines solchen Einbaus erfolgt nach den Grundsätzen der SIA 118 (Allgemeine Bedingungen für Bauarbeiten). Hier gilt: Das Mass ist das Mass. Der Schrank muss exakt auf die Aussenmasse der Haube abgestimmt sein. Die Haube selbst wird in der Regel mit einem Montagerahmen geliefert, der in den Schrank eingeschraubt wird. Die Front des Schranks wird dann direkt auf den ausziehbaren Schirm montiert oder aber die Haube wird hinter einer festen Blende versteckt, die sich mit dem Schirm absenkt.
Hier eine Übersicht der kritischen Planungsparameter:
| Parameter | Empfehlung / Wert | Begründung |
|---|---|---|
| Schrankbreite | Mindestens 60 cm, ideal 90 cm | Für ausreichend Bauraum für das Gebläse und die Luftkanäle. |
| Schranktiefe | Mindestens 34 cm (Standard 36 cm) | Die Haube benötigt Platz für den Schirm und die Mechanik. |
| Schrankhöhe | Mindestens 60 cm (inkl. Sockel) | Ermöglicht eine ausreichende Filterhöhe und einen leisen Luftstrom. |
| Abstand zum Kochfeld | 65–75 cm (bei Gas: 75 cm) | Optimaler Kompromiss zwischen Erfassung und Sichtfeld. |
| Luftkanal-Durchmesser | 150 mm (Abluft) / 120 mm (Umluft) | Reduziert Druckverluste und Strömungsgeräusche. |
| Schallschutz (SIA 181) | Max. 45 dB(A) in der höchsten Stufe | Für ein ruhiges Kochumfeld, besonders in offenen Grundrissen. |
Die Rolle des Schreiners und der Frontgestaltung
Der Schreiner ist der entscheidende Partner für ein makelloses Ergebnis. Die Front des Oberschranks muss so konstruiert sein, dass sie sich entweder mit dem Schirm absenkt oder aber eine Aussparung für den ausziehbaren Schirm bietet. Bei High-End-Lösungen wird oft eine Push-to-Open-Mechanik verwendet, die die Front beim Einschalten der Haube automatisch öffnet.
Die Wahl des Frontmaterials ist ebenfalls kritisch. Schwere Massivholzfronten oder solche mit aufwendigen Lackierungen können die Auszugmechanik belasten. Hier ist eine enge Abstimmung mit dem Hersteller der Haube erforderlich, um das maximale Frontgewicht zu ermitteln. Moderne Systeme von Berbel sind für Frontgewichte bis zu 15 kg ausgelegt, was für die meisten Standardfronten ausreichend ist.
3. Die Elite der Hersteller: Berbel und Novy im Fokus
Während viele Hersteller Dunstabzugshauben anbieten, haben sich zwei Marken auf die Fahne geschrieben, die Flachschirmtechnologie im Oberschrank zur Perfektion zu treiben: Berbel aus Deutschland und Novy aus Belgien. Beide verfolgen unterschiedliche Philosophien, liefern aber Spitzenprodukte.
Berbel: Der Pionier der Strömungsmechanik
Berbel ist bekannt für seine patentierten Strömungstechnologien. Die Berbel BFL 90 GL ist ein Paradebeispiel für einen integrierten Flachschirm. Sie zeichnet sich durch eine extrem flache Bauweise von nur 29 mm aus, wenn der Schirm eingefahren ist. Das Herzstück ist das Berbel Airsystem, das die Luft nicht nur ansaugt, sondern durch eine spezielle Geometrie des Schirms eine Wirbelströmung erzeugt, die den Dampf wie in einem Trichter einfängt.
- Lichtqualität: Berbel setzt auf eine LED-Beleuchtung mit CRI 98. Dies ist ein Wert, der nahe an Tageslicht heranreicht und eine absolut farbechte Darstellung der Speisen ermöglicht. Für den Koch ist das ein enormer Komfortgewinn.
- Akustik: Die Geräte sind für ihren leisen Lauf bekannt. In der untersten Stufe sind sie mit 35 dB(A) praktisch unhörbar. Selbst auf der höchsten Stufe bleibt der Wert unter 55 dB(A), was weit unter dem Niveau einer normalen Unterhaltung liegt.
- Steuerung: Die Hauben lassen sich über eine Funk-Fernbedienung oder optional über eine Kochfeld-Steuerung (z. B. mit V-ZUG Kochfeldern) koppeln. Dies ist ein Paradebeispiel für die Integration in ein Smart Home-System.
Novy: Der Spezialist für Umluft und Design
Novy hat sich einen Namen gemacht mit seinen extrem leistungsstarken Umluftsystemen. Die Novy 7890 Serie ist ein Meisterwerk der Integration. Sie bietet nicht nur einen ausziehbaren Schirm, sondern auch ein integriertes Umluftsystem mit Keramikfilter. Diese Filter können in der Spülmaschine gereinigt werden und müssen seltener ausgetauscht werden als herkömmliche Aktivkohlefilter.
- Design: Novy legt grossen Wert auf die Optik des ausziehbaren Schirms. Dieser ist oft aus gebürstetem Edelstahl oder schwarzem Glas gefertigt und wird zum Designelement, wenn er ausgefahren ist.
- Effizienz: Die Novy 7890 erreicht eine maximale Absaugleistung von über 700 m³/h, was für die meisten Kochsituationen mehr als ausreichend ist. Die Energieeffizienzklasse ist in der Regel A+ oder besser.
- Kompatibilität: Novy bietet eine breite Palette an Kochfeld-Kopplungen an, die eine automatische Leistungsanpassung der Haube an das Kochfeld ermöglichen. Dies ist besonders komfortabel und spart Energie.
4. Normen und Vorschriften: SIA 181 und SIA 102 in der Praxis
Die Planung einer integrierten Dunstabzugshaube ist kein rechtsfreier Raum. Der Architekt und der Küchenplaner müssen eine Reihe von Normen beachten, um ein einwandfreies und genehmigungsfähiges Ergebnis zu erzielen.
Schallschutz nach SIA 181
Die SIA 181 (Schallschutz im Hochbau) ist eine der wichtigsten Normen für die Küchenplanung. Sie legt fest, welche Geräuschpegel in Wohnräumen zulässig sind. Für eine Küche, die oft in offenen Grundrissen liegt, ist der Schallschutz von zentraler Bedeutung.
- Anforderung: Der Schallpegel einer Dunstabzugshaube darf in der Regel 45 dB(A) in der höchsten Stufe nicht überschreiten, wenn sie in einem Raum mit Schlafzimmern im selben Geschoss betrieben wird.
- Umsetzung: Die Wahl einer leisen Haube ist nur ein Teil der Lösung. Die Körperschallentkopplung ist entscheidend. Die Haube muss über spezielle Gummipuffer oder Silent-Block-Elemente vom Schrank entkoppelt werden, um Vibrationen nicht auf die Möbel und die Bausubstanz zu übertragen. Der Luftkanal muss ebenfalls schallgedämmt sein.
- Praxis: Ein erfahrener Planer wird die Haube nicht direkt an die Decke oder die Wand anschliessen, sondern über flexible, schalldämmende Verbindungen. Die Einhaltung der SIA 181 wird im Zweifelsfall durch ein Abnahmeprotokoll bestätigt.
Architektenleistungen nach SIA 102
Die SIA 102 (Ordnung für Leistungen der Architekten) definiert die Phasen eines Bauprojekts. Die Integration einer Flachschirmhaube betrifft vor allem die Phasen Vorprojekt (Phase 3) und Bauprojekt (Phase 4).
- Phase 3 (Vorprojekt): Hier wird das Konzept der Küche als Teil des Gesamtgrundrisses entwickelt. Der Architekt muss die Position des Kochfelds, die Anordnung der Oberschränke und die Führung der Luftkanäle festlegen. Die Entscheidung für eine Flachschirmhaube fällt in dieser Phase.
- Phase 4 (Bauprojekt): In dieser Phase werden die detaillierten Pläne erstellt. Der Architekt muss die genauen Massangaben der Haube, die Position der Elektroanschlüsse und die Dimensionierung der Luftkanäle in den Bauplänen vermerken. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Küchenplaner ist unerlässlich.
- Phase 5 (Ausführung (Phase 5) wird die Haube installiert. Der Architekt oder ein beauftragter Ingenieur muss die fachgerechte Montage und die Einhaltung der Schallschutzwerte überwachen. Ein detailliertes Leistungsverzeichnis ist die Grundlage für eine reibungslose Abwicklung.
Kosten und Preise in der Schweiz
Die Investition in eine integrierte Flachschirmhaube der Extraklasse ist beträchtlich, aber lohnend. Die Preise variieren stark je nach Hersteller, Leistung und Design. Hier eine grobe Orientierung für den Schweizer Markt:
- Einsteiger- bis Mittelklasse (Berbel BFL 60 GL, Novy 7890 Basis): CHF 1'500 bis CHF 3'000 (reine Haube, ohne Montage).
- High-End-Modelle (Berbel BFL 90 GL mit Airsystem, Novy 7890 Premium mit Keramikfilter): CHF 3'000 bis CHF 6'000.
- Massgefertigte Oberschränke (Schreinerarbeit, Frontmaterial, Push-to-Open-Mechanik): CHF 800 bis CHF 2'500 pro Laufmeter, abhängig von Material und Ausführung.
- Montage und Installation (inkl. Elektroanschluss, Luftkanal, Schallschutzmassnahmen): CHF 800 bis CHF 2'000, je nach Aufwand und Region.
- Gesamtkosten (Haube, Schrank, Montage): CHF 3'500 bis CHF 10'000 und mehr.
Diese Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer (8.1%) und basieren auf Erfahrungswerten von Schweizer Küchenbauern. Ein Angebot eines zertifizierten Fachbetriebs ist für eine verbindliche Kalkulation unerlässlich.
5. Planungstipps für den Schweizer Architekten
Die Integration einer Flachschirmhaube erfordert ein hohes Mass an Voraussicht. Hier die wichtigsten Tipps für die Praxis:
- Frühzeitige Abstimmung: Beziehen Sie den Küchenplaner und den Schreiner bereits in der Vorprojektphase (SIA 102, Phase 3) ein. Die Position des Kochfelds, die Schrankmasse und die Luftführung müssen von Anfang an im Grundriss verankert sein.
- Luftkanalplanung: Planen Sie den Luftkanal mit einem Durchmesser von mindestens 150 mm (Abluft) oder 120 mm (Umluft). Vermeiden Sie enge Bögen und lange horizontale Strecken, um Druckverluste zu minimieren. Eine Umluftlösung ist oft einfacher zu realisieren, da kein Kamin nach aussen benötigt wird. Informieren Sie sich über die SIA 181 für die Schallschutzanforderungen.
- Elektroanschluss: Stellen Sie sicher, dass ein separater Stromkreis (230 V, 10 A) für die Haube vorhanden ist. Die Steuerungselektronik und die Beleuchtung benötigen eine saubere Stromversorgung.
- Schallschutz: Investieren Sie in eine Körperschallentkopplung. Verwenden Sie Silent-Block-Elemente zwischen Haube und Schrank und dämmen Sie den Luftkanal mit schalldämmenden Materialien. Dies ist besonders in offenen Grundrissen entscheidend, um die Silent Luxury zu gewährleisten.
- Frontgewicht: Klären Sie mit dem Hersteller das maximal zulässige Frontgewicht. Schwere Fronten aus Massivholz oder mit aufwendigen Lackierungen können die Auszugmechanik überlasten. Moderne Systeme von Berbel sind für bis zu 15 kg ausgelegt.
- Integration mit Kochfeld: Prüfen Sie die Kompatibilität der Haube mit dem Kochfeld. Viele Hersteller wie V-ZUG bieten eine automatische Kopplung an, bei der die Haube die Leistung an die Kochaktivität anpasst. Dies erhöht den Komfort und die Energieeffizienz.
6. Fazit
Integrierte Flachschirmhauben im Oberschrank sind die Königsdisziplin der unsichtbaren Küchentechnik. Sie vereinen minimalistisches Design mit maximaler Leistung und sind die ideale Lösung für offene Grundrisse und designorientierte Küchen. Die Planung erfordert jedoch ein hohes Mass an Fachwissen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Architekt, Küchenplaner und Schreiner. Mit Herstellern wie Berbel und Novy stehen Ihnen Spitzenprodukte zur Verfügung, die in puncto Strömungsmechanik, Akustik und Design Massstäbe setzen. Die Investition von CHF 3'500 bis CHF 10'000 und mehr ist eine Investition in Lebensqualität und Wertbeständigkeit Ihrer Immobilie.
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Häufige Fragen (FAQ)
Frage 1: Kann ich eine Flachschirmhaube auch nachträglich in einen bestehenden Oberschrank einbauen? Antwort: Ja, das ist möglich, aber aufwendig. Der Schrank muss die Mindestmasse (Breite 60 cm, Tiefe 34 cm, Höhe 60 cm) aufweisen und die Front muss für die Auszugmechanik geeignet sein. Ein Schreiner muss die Aussparung und die Befestigungspunkte anpassen. Planen Sie zusätzliche Kosten von CHF 500 bis CHF 1'500 für die Nachrüstung ein.
Frage 2: Was ist besser: Abluft oder Umluft bei einer Flachschirmhaube? Antwort: Abluft ist effizienter, da sie Feuchtigkeit und Gerüche vollständig nach aussen befördert. Sie erfordert jedoch einen Kamin und eine Genehmigung (oft in Neubauten einfach realisierbar). Umluft ist flexibler und einfacher nachzurüsten, benötigt aber hochwertige Filter (z.B. Keramikfilter von Novy), die regelmässig gereinigt oder ausgetauscht werden müssen. In der Schweiz ist Umluft aufgrund der strengen Energievorschriften oft die bevorzugte Lösung.
Frage 3: Wie laut sind diese Hauben wirklich? Antwort: High-End-Modelle von Berbel und Novy erreichen in der untersten Stufe Werte um 35 dB(A) – das ist leiser als ein Kühlschrank. In der höchsten Stufe liegen sie bei etwa 55 dB(A), was einer normalen Unterhaltung entspricht. Die Einhaltung der SIA 181 (max. 45 dB(A) in Wohnräumen) ist mit diesen Geräten problemlos möglich, sofern die Körperschallentkopplung fachgerecht ausgeführt wird.
Frage 4: Welche Frontmaterialien sind für die integrierte Haube geeignet? Antwort: Grundsätzlich alle Materialien, die das maximale Frontgewicht (meist 15 kg) nicht überschreiten. Leichte Fronten aus MDF, lackiertem Glas oder dünnem Edelstahl sind ideal. Schwere Massivholzfronten oder solche mit Steinauflagen sind nur nach Rücksprache mit dem Hersteller möglich. Der Schreiner muss die Auszugmechanik entsprechend anpassen.



