Eckschrank
Was ist ein Eckschrank?
Der Eckschrank ist das Möbelstück, das den Raumwinkel (90°-Innenecke) einer Küche ausfüllt. Es ist die planerisch anspruchsvollste Stelle im Küchenlayout — ohne durchdachte Beschlagstechnik bleibt die hintere Hälfte des Schrankes unerreichbar und wird zur "toten Ecke".
Eckschrank-Systeme im Vergleich
1. Le-Mans-Auszug
Zwei halbkreisförmige Tablare schwingen beim Öffnen der Tür selbsttätig aus dem Schrank heraus und geben den vollen Zugriff auf beide Etagen. Der Goldstandard für Ecklösungen. Vorteil: Volle Übersicht, kein Bücken ins Dunkle. Nachteil: Etwas teurer als ein Drehkarussell, benötigt Platz für die Ausschwenkbewegung.
2. Drehkarussell (Round-about)
Runde Tablare rotieren um eine Mittelachse. Kostengünstiger als Le-Mans, aber die hinteren Gegenstände sind nur durch Drehen erreichbar. Ideal für selten genutzte Utensilien.
3. Diagonale Vollauszüge
Vor dem Eckschrank wird ein diagonaler Auszugsoberschrank gesetzt. Die Fläche hinter dem Auszug bleibt als toter Raum, dafür hat man einen breiten, komfortablen Vollauszug. Gute Lösung bei begrenztem Budget.
4. Eckspüle
Die Spüle wird in die Ecke eingebaut. Optisch stark, aber ergonomisch kontrovers — man steht vor einer Ecke und hat keine Ablagefläche direkt neben der Spüle.
Planungshinweise
- Der Eckschrank bestimmt die Raumaufteilung massgeblich: Wird die Küche als L-Form oder U-Form geplant, gibt es mindestens einen Eckschrank.
- Die Schranktiefe im Eck beträgt standardmässig 105–110 cm Schenkellänge, um die volle Tiefe der angrenzenden Zeilen aufzunehmen.
- Das Beschlagsgewicht ist zu beachten: Ein voll bestückter Le-Mans-Auszug kann bis zu 25 kg wiegen — die Qualität des Auszugs ist entscheidend.
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