Muldenlüfter (Kochfeldabzug)
Was ist ein Muldenlüfter?
Ein Muldenlüfter (auch Kochfeldabzug, Downdraft-System oder umgangssprachlich nach dem Marktführer oft "BORA" genannt) ist ein integriertes Dunstabzugssystem, das Kochdämpfe und Gerüche nicht klassisch nach oben absaugt, sondern direkt am Kochfeld nach unten abzieht.
Wie funktioniert die Technik?
Das Prinzip basiert auf physikalischer Querströmung. Der Muldenlüfter erzeugt einen Sog (eine Querströmung), der stärker ist als die Aufstiegsgeschwindigkeit des Kochdunstes (Wasserdampf steigt mit ca. 1 m/s auf). Der Dunst wird direkt an der Pfanne eingesaugt, bevor er sich im Raum verteilen kann.
Die gefilterte Luft wird entweder nach draussen geführt (Abluft) oder durch hochwirksame Aktivkohlefilter gereinigt und in den Raum zurückgeleitet (Umluft).
Der Gamechanger für Kücheninseln
Die Erfindung des Muldenlüfters hat die moderne Küchenarchitektur revolutioniert:
- Keine Hängedunstabzugshauben mehr: Die freie Sichtachse bleibt erhalten. Architekten können offene Kücheninseln ohne störende, klobige Hauben auf Kopfhöhe planen. Dies ist essenziell für offene Loft-Konzepte.
- Geräuschentwicklung: Da der Motor meist im Sockelbereich der Küche verbaut wird (siehe SIA 181 für Schallschutz), sind diese Systeme oft deutlich leiser als klassische Hauben.
- Design-Integration: Moderne Flächeninduktionsfelder verschmelzen optisch komplett mit dem Lüfter, was dem minimalistischen Ansatz (Schattenfuge) zugutekommt.
Ähnliche Begriffe: SIA 181, Teppanyaki, Euro-Norm
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