Hochschrank
Was ist ein Hochschrank?
Der Hochschrank (auch Geräteschrank, Apotheke oder Hochschrankmodul) ist ein raumhoher, durchgehend vertikal konstruierter Küchenschrank mit einer Standardhöhe von 210 bis 230 cm (abhängig von der Raumhöhe). Er ist das Rückgrat jeder ernstzunehmenden Küchenplanung.
Die drei Hochschrank-Kategorien
1. Geräte-Hochschrank (Gerätesäule)
Der wichtigste Typ. Nimmt Einbaugeräte in ergonomischer Idealhöhe auf: Backofen auf Brusthöhe (kein Bücken), Dampfgarer / Steamer direkt darüber oder darunter, darüber oder darunter ein Wärmeschublade.
Geräte-Säulen sind mit 60 cm Breite und mindestens 56 cm Tiefe konstruiert — Geräte und Mikrowelle brauchen rückseitig die volle Schranktiefe.
2. Vorrats-Hochschrank (Apothekerschrank)
Ein schmaler, ausziehbarer Schrank (oft nur 30–40 cm breit), der in mehreren Ebenen auf Vollauszügen gelagert ist. Ideal für Gewürze, Öle, Essigflaschen und Trockenvorräte. Wenn ausgezogen, sieht man auf einen Blick den gesamten Inhalt — kein Suchen in dunklen Tiefen.
3. Stauraum-Hochschrank
Reiner Stauraum. Oben Besen, Staubsauger, Bügelbrett — unten Geschirr, Töpfe, Pfannen. Die Kombination aus Einlegeböden (Tablar) für leichte und Auszügen für schwere Gegenstände ist entscheidend.
Planerische Details
- Korpushöhe und Passleiste: Da kaum eine Raumdecke perfekt waagrecht ist, wird ein Hochschrank immer mit einer Passleiste (Blende) oben und vorne geplant. Diese Leiste wird beim Einbau millimetergenau zugeschnitten.
- Tiefenversatz: Ein Hochschrank steht in derselben Flucht wie die 60 cm tiefe Unterzeile. Die dahinterliegende Wand muss gerade sein — jede Unebenheit zwingt den Schrank nach vorne.
- Beschlagsbelastung: Ein voll bestückter Geräteschrank kann locker 80–100 kg wiegen. Die Montage muss eine sichere Wandbefestigung (Kippsicherung) vorsehen, insbesondere in Haushalten mit Kindern.
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